Eine Mehrfachbelichtung kann man auch mit kostenloser Bildbearbeitungssoftware im Handumdrehen erstellen. Mit ein paar einfachen Tricks kann man eine tolle Bildcollage erstellen, die sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. In diesem Tutorial zeige ich wie man dies mit Gimp ganz einfach bewerkstelligen kann.

Gimp

Aus meiner Sicht sollte man Geld lieber in Equipment und Zubehör investieren, anstatt in teure Bildbearbeitungssoftware. Denn es gibt ausgezeichnete kostenlose Alternativen zu Photoshop. Gimp ist eine davon und ist für viele Plattformen verfügbar. Ich selbst nutze Gimp unter Linux und zeige euch heute welche tollen Collagen man mit dieser Software machen kann.

Auch mit kostenloser Bildbearbeitungssoftware kann man tolle Collagen erstellen. Klick um zu Tweeten

Mehrfachbelichtung vorbereiten

In einem ersten Schritt öffnen wir beide Bilder in Gimp. Dazu klickt man auf Datei -> Öffnen und wählt die entsprechenden Bilder aus.

Gimp Bilder laden

Die beiden zu verwendenden Bilder werden in Gimp geöffnet.

In einem zweiten Schritt erstellt man eine neue transparente Ebene und fügt das zweite Bild in diese mit Bearbeiten -> Einfügen ein.

Neue Ebene einfügen

Mit dem klick auf das + Symbol in der Ebenenübersicht kann man eine neue Ebene einfügen.

Kopieren

Mit dem Klick auf Kopieren wird das ausgewählte Bild kopiert.

Einfügen

Mit dem Klick auf Einfügen wird das in der Zwischenablage gespeicherte Bild eingefügt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für GIMP ist das zweite Bild noch nicht vollständig eingefügt. Um das Einfügen fertig zustellen, klickt man mit der rechten Maustaste auf die aktivierte schwebende Ebene und wählt Ebene verankern aus.

Schwebende Ebene

Schwebende Ebenen muss man verankern, um damit arbeiten zu können.

Anschließend hat man auf zwei Ebenen jeweils ein Bild. Daraus machen wir im nächsten Schritt nun eine Mehrfachbelichtung. Dazu wechseln wir auf der obersten Ebene vom Modus Normal in den Modus Bildschirm. Mit dem Werkzeug Verschieben wird das überlagernde Bild, in diesem Fall das Katzenbild, in die gewünschte Position geschoben.

Modus Bildschirm

Im Modus Bildschirm werden die Bilder so übereinander gelegt, dass beide Bilder sichtbar sind.

Da nun beide Bilder übereinander liegen, kann man nun zur eigentlichen Arbeit, dem Verbessern der Collage, übergehen.

Collage verfeinern

Nun geht es los, die Collage so zu verfeinern, dass am Ende das Katzengesicht im Mittelpunkt steht und der Straßenzug in New York dennoch sichtbar ist. Als nächsten Schritt sollen beide Bilder in Graustufen verwandelt werden. Diesen Vorgang kann man unter Schwarz-Weiß Fotos erstellen nachlesen.

Anschließend fügt man zwischen den beiden Bildern eine neue Ebene mit Transparenten Hintergrund ein. Auf diesen wenden wir dann den Farbverlauf GoldenFade an. Der Modus für diese Ebene muss aber auf Überlagern gestellt werden, damit der Farbverlauf auf allen Bildern sichtbar ist.

Farbverlauf

Der Farbverlauf GoldenFade färbt das Bild in einen Sepia ähnlichen Farbton.

Um das Katzengesicht besser zur Geltung zu bringen wird im nächsten Schritt der Kontrast angepasst. Die Einstellung dazu kann unter Farben im Unterpunkt Helligkeit/Kontrast erfolgen. Je nach Bild muss man den entsprechenden Wert für den Kontrast wählen. Wenn die Checkbox Vorschau ausgewählt ist, sieht man das Ergebnis direkt am Bild.

Kontrast einstellen

Die Kontrasteinstellung hebt das Gesicht des Katers besser hervor. In diesem Fall wurde ein Wert von 50 genommen.

Über dem ersten Bild wird nun eine neue Ebene eingefügt. Diese erstellen wir wieder mit einem Transparenten Hintergrund. Mit Hilfe des Auswahl Werkzeugs wird ein Rechteck über das Bild gelegt. Dieses Rechteck soll so groß gewählt werde, wie man später den Farbverlauf haben möchte.

Auswahl Rechteck

Man wählt in der Mitte des Katzengesichts einfach ein Rechteck aus. In diesem wird ein weiterer Farbverlauf erstellt.

Farbverlauf und Abschluss

Auf das Rechteck wird der Farbverlauf Yellow Orange angewandt. Mit Hilfe des Farbverlaufes wollen wir das Zentrum des Bildes besser hervorheben. Der Modus wurde für diese Ebene ebenfalls auf Überlagern gestellt und die Deckkraft auf ca. 75% verringert. So wirken die Farben etwas blasser.

Farbverlauf Rechteck

Der Farbverlauf „Yellow Orange“ wurde eingefügt.

Die Markierung hebt man unter Auswahl Nichts auf. Anschließen wählt man das Verschmieren Werkzeug (Finger) und beginnt mit der Maus oder einem Stift den Farbverlauf zu verschmieren. Dazu muss aber die Ebene in der der Farbverlauf erstellt wurde ausgewählt sein. Durch das Verwischen verläuft sich die Farbe besser im Bild.

Verschmieren

Mit Hilfe des Verschmieren Werkzeugs kann man den Farbverlauf in das Bild einarbeiten.

Als letzten Schritt müssen nun noch Überlagerungen aus dem Katzenbild entfernt werden. Einige dieser Überlagerungen aus dem Katzenbild sind am Taxi gut erkennbar. Mit Hilfe des Radierer Werkzeugs kann man diese einfach und schnell entfernen. Dazu wählt man die Ebene des Katzenbildes aus und radiert mit einem feinen Radierer (Größe je nach Bild und Element umstellen) die Überlagerungen weg.

Bereiche entfernen

Überschüssige Teile des zu überlagernden Bildes kann man mit dem Radierer entfernen.

Anschließend ist das Kunstwerk fertig. Für einen stärkeren Farbverlauf stellt man die Deckkraft wieder 100%. Ebenso kann man auch auf das Hintergrundfoto einen stärkeren Kontrast anwenden, damit es besser zur Geltung kommt. Doch diese Einstellungen bleiben jeden selbst überlassen.

Das Resultat

Aus diesen beiden Fotos, die wenig spektakulär sind haben wir mit etwas Geduld, Spaß und Kreativität ein tolles neues Bild mit Hilfe von der sogenannten Mehrfachbelichtung gezaubert.

Katzengesicht

Das Ausgangsfoto von der Maine-Coon Katze wurde zusammen mit …

Straßenzug in New York

… diesem Straßenzug in New York  zusammengeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende erhält man ein Foto, welches das Katzengesicht in New York deutlich hervorhebt. Eine tolle Komposition von Farben, Tieren und Straßenzügen.

 

Mehrfachbelichtung - Katze in New York

Katze in New York

 

Clemens Bauer ist Gründer des Blogs FoBo.at. Er ist ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf und macht gerne Fotos von Landschaften, Gebäuden und Tieren.

6 comments

  1. Antworten

    hallo Clemens
    ich hab schon mehrmals versucht mich mit GIMP zu befreundet …und immer wieder wahren meine versuche gescheitert . zu lange man hat mit PS Experimentiert oder einfach war ich zu Faul dazu 🙁
    Aber ich kann mir Gut vorstellen …mit deinem Tutorial noch einmall zu versuchen .
    Werden wir sehen 🙂
    schöne Grüsse
    Marius

    • Antworten

      Hi Marius,
      würde mich freuen, wenn du es versuchst und deine Ergebnisse hier verlinkst. Ich werde in Zukunft noch mehrere Gimp Tutorial hier vorstellen. Vielleicht kann ich dich noch zum Gimp-User bekehren 😉

      lg clemens

  2. Antworten

    Ich bin der Einfachheit mit dem Laptop wieder auf Linux umgestiegen und so bin ich auf dieser Plattform wieder mit Gimp in Berührung gekommen. Nun habe ich einige Dinge probiert und war richtig zufrieden. Die Vers. 2.8 ist das beste was Gimp bisher hervoorgebracht hat. Ich habe den Filterüberfluß auf Win mit PSE über, ich habe am WE komplett PSE und alle Plugins und .8bf Filter von der Platte geputzt und nutze nun neben LR 5.7 nun auch wieder Gimp auf dem Win 10 Desktop Rechner. Ich finde deinen Beitrag gelungen, weil er auch mit einfachen Mittel zeigt zu soliden Ergebnissen zu kommen. Wenn ich ein wenig Zeit habe, dann spiele ich das Exemple einmal nach. Auch schön mal in diese Richtung einen interessanten Beitrag zu lesen. Und mit Linux auf der Platte kommt man an Gimp definitiv nicht vorbei.

    Gruß
    Olaf

    • Antworten

      Hi Olaf,
      freut mich wenn dich der Artikel inspirieren kann mein Tutorial auszuprobieren. Natürlich freut es mich noch umso mehr, wenn ich von Leuten lese, die auch Gimp und Linux benutzen.

      lg clemens

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